Input und Diskussion – Mittwoch, 12. November, 19-20 Uhr,
via Zoom
Recherchen zu CO2-Kompensationen gehören zu den komplizierteren Disziplinen des Klimajournalismus. Niemand versteht so richtig, was abgeht, wer die Akteure sind. Regeln gibt’s kaum, Wilder Westen pur. Transparenz: Fehlanzeige.
Auch wenn sich viele Firmen heute nicht einmal mehr im Greenwashing üben und der private Zertifikatemarkt teilweise eingebrochen ist, bleiben CO2-Kompensationsprojekte relevant. Denn zahlreiche Staaten, die die nötigen CO2-Reduktionen im eigenen Land nicht hinkriegen, stützen sich auf dieses System. Die Schweiz versucht das im grossen Stil – nun will auch die EU mitmischen, obwohl sie das bislang ablehnte.
Ob sich mit solchen Kompensationen tatsächlich Klimaziele erreichen lassen? Klar ist, das Thema ist noch lange nicht vom Tisch. Umso wichtiger, dass Journalist:innen darüber berichten.
Im Gespräch zwischen Tin Fischer und Tina Berg erhalten Teilnehmende Einblicke in die Herausforderungen solcher Recherchen und praktische Tipps. Im Anschluss bleibt Zeit für Fragen und Diskussion.
Tin Fischer gehört zu den Journalisten, die wesentlich zur Aufdeckung grosser Skandale im Kompensationsmarkt beigetragen haben. Anfang 2023 publizierte er mit einer Kollegin die ZEIT-Recherche «Grün getarnt».
Tina Berg aus unserem Netzwerk schaut den Schweizer Behörden bei ihren Kompensationsgeschäften auf die Finger. Im Beobachter publizierte sie kürzlich eine Analyse zum Scheitern dieses politischen Instruments und eine Recherche zu einem Projekt in Ghana.
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Unsere Veranstaltungen sind ausschliesslich für Medienschaffende und Journalist:innen in Ausbildung.
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Die Inputs und Diskussion finden auf Deutsch statt; Fragen in anderen Sprachen sind willkommen.